Privatzimmervermietung – Neue Pflichten für Vermieter und AirBnB

Die Privatzimmervermietung stellt vor allem in Salzburg nach der Novellierung des Raumordnungsgesetz zum 01.01.2018 ein Dauerthema dar. Mangels Information durch das Magistrat herrscht unter den Vermietern jedoch größtenteils Unsicherheit.

Kurz zusammengefasst, sofern das Vermietungsobjekt in keinem ausgewiesenen Zweitwohnungsgebiet gelegen ist, ist grundsätzlich nur noch die Privatzimmervermietung erlaubt. Darunter versteht man die Beherbergung von bis zu 10 Gästen in Gästezimmern oder höchstens drei Wohneinheiten. Wichtig, der Vermieter muss in ebendiesem Hausverband seinen Hauptwohnsitz haben. Davon abweichende touristische Vermietungen sind verboten!

Neben den raum- und bauordnungsrechtlichen Vorschriften sind aber auch solche aus Steuer- und Gewerberecht zu beachten. Einkünfte aus Privatzimmervermietungen sind einkommensteuerpflichtig und unterliegen unter Umständen auch der Umsatzsteuer. Die Einkünfte sind daher in die Steuererklärungen aufzunehmen.

 

Damit das auch wirklich passiert, unterliegen AirBnB und Co umfangreichen Aufzeichnungs- und Meldepflichten. Das heißt jedes über AirBnB oder einer anderen Plattform vermietete Zimmer wird automatisch an die Finanzverwaltung gemeldet. Ob hierfür Steuern vom Vermieter abgeführt wurden, ist für die Finanz in Folge leicht nachzuvollziehen. Die Nichtaufnahme der Vermietungsumsätze in die Steuererklärungen stellt eine Abgabenhinterziehung dar und wird finanzstrafrechtlich verfolgt!

 

Für nicht abgeführte Steuern haften darüber hinaus auch die Plattformen, sofern sie nicht mit ausreichender Sorgfalt davon ausgehen konnten, dass sämtliche Abgaben vom Vermieter  ordnungsgemäß abführt wurden. Es ist daher davon auszugehen, dass dem Vermieter auch diverse Nachweispflichten gegenüber AirBnB und Co treffen werden.

 

Wie man an den neuesten Entwicklungen erkennen kann, arbeiten Finanz und Magistrat mit Hochdruck daran die aktuelle Gesetzeslage zu vollziehen und unrechtmäßige Vermietungen in den Griff zu bekommen. Ich rate daher sämtlichen Privatzimmervermietern, sofern nicht bereits passiert, ihre individuelle Vermietungssituation von Experten prüfen zu lassen. Unsere Mitarbeiter stehen Ihnen hierfür gerne mit Rat und Tat zur Seite.

 

Im nächsten Artikel beschäftige ich mich mit den gewerberechtlichen Feinheiten der Privatzimmervermietung. Um nichts zu verpassen liken Sie unsere facebook-Seite oder besuchen Sie regelmäßig unsere Homepage www.quintax.at

 

Bis Bald – Euer Q